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KAPITEL 14

Lautlose Klinge

Seren Vael mochte die Stunden, in denen die Beleuchtung unter den Kuppeln langsam vom gedämpften Nachtbetrieb in den Tagesrhythmus wechselte. Jenseits der geschützten Stadtbereiche erstreckten sich Eis und schwarzes Gestein in der Dunkelheit von Tenebris, während die Lampen entlang der Außenanlagen nach und nach heller wurden. In dieser Stunde war die Stadt bereits wach, aber noch nicht laut. Versorgungsgleiter zogen zwischen den äußeren Hallen hindurch, in einer Werkstatt wurde ein Schott geöffnet, und irgendwo hinter den Wohnmodulen stritt ein Kind mit einer erwachsenen Stimme darüber, ob eine vergessene Jacke ein ausreichender Grund sei, noch einmal zurückzulaufen.

Merrin wartete am Rand des kleinen Fahrzeugfeldes neben einem zweisitzigen Repulsorgleiter und sah aus, als hätte sie die letzten Minuten damit verbracht, den Wind persönlich für seine Existenz verantwortlich zu machen. Ihr dunkler Mantel lag eng um die Schultern, das Haar hatte sie zurückgebunden, und als Seren näherkam, hob sie den Blick von der offenen Seitenverkleidung des Gleiters.

„Garith sagt, das Geräusch sei normal“, sagte sie.

Seren blieb neben ihr stehen und hörte hin. Unter dem leisen Summen der Repulsoren lag ein unregelmäßiges Klacken, das alle paar Sekunden aus dem hinteren Aggregat kam. „Garith sagt auch, dass ein Fahrzeug erst dann wirklich kaputt ist, wenn es sich nicht mehr bewegen lässt.“

„Dann teile ich seine Vorstellung von Sicherheit nicht.“ Merrin legte eine Hand auf die Verkleidung. „Ceresta behauptet, es sei eine Halterung. Sie hat mir gezeigt, welche. Ich habe trotzdem beschlossen, dich entscheiden zu lassen, ob wir damit hinausfliegen.“

„Sehr großzügig.“ Seren beugte sich zur Öffnung, prüfte die markierte Halterung und musste lächeln. „Vor allem, weil du weißt, dass ich fahren werde.“

„Ich weiß, dass du ungern Beifahrerin bist.“

„Das ist etwas anderes.“

Merrin sah sie lange genug an, dass Seren selbst lachen musste. Es war einer der Gründe, weshalb sie diese Frau mochte. Merrin benötigte selten viele Worte, um deutlich zu machen, was sie von einer Behauptung hielt, und noch seltener ließ sie sich von einem Titel beeindrucken, den andere mit Serens Namen verbanden. Für sie war Seren weder die geweihte Jägerin der Ersten Ordnung des Vaal-Konklaves noch die Hüterin der inneren Grenzen und Vollstreckerin eines Ältestenrates, dessen alte Ordnung auf Tenebris ohnehin längst nicht mehr dieselbe Bedeutung besaß. Sie war Seren. Eine Frau, mit der Merrin jagen, schweigen, streiten und gelegentlich über zwei Männer reden konnte, die beide auf sehr unterschiedliche Weise davon überzeugt waren, vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Seren schloss die Verkleidung. „Die Halterung hält. Wenn wir zurückkommen, darf Garith trotzdem so tun, als hätte er uns gerettet.“

„Das wird ihn glücklich machen.“

Ihr Auftrag war unspektakulär genug, dass Taren ihn am Vorabend mit sichtbarer Enttäuschung zur Kenntnis genommen hatte. Zwei automatische Messstationen südwestlich von Nerava hatten innerhalb von drei Tagen wiederholt Bewegungen registriert, die zu groß für die kleinen Eisgräber waren, die dort gelegentlich zwischen den Felsrippen auftauchten, und zu regelmäßig für abrutschendes Ceralit. Daron wollte wissen, was sich dort bewegte, bevor jemand auf die Idee kam, einen Bautrupp oder eine weitere Prospektionssonde hinauszuschicken. Seren hatte angeboten, die Sache zu prüfen. Merrin hatte sich angeschlossen, noch bevor Taren fragen konnte, ob sie Unterstützung brauchte.

Seren hatte später im Bett vermutet, dass Merrin genau wusste, weshalb sie das getan hatte. Taren hatte einen Arm um ihre Taille gelegt und mit jener gespielten Unschuld behauptet, er habe überhaupt nicht vorgehabt, mitzukommen. Seren hatte sich zu ihm umgedreht, seine Hand dorthin zurückgeschoben, wo sie ihr deutlich besser gefiel, und ihm erklärt, dass er ein erstaunlich schlechter Lügner sei, wenn er keine Kleidung trug. Die anschließende Diskussion darüber, ob dieser Zusammenhang wissenschaftlich haltbar war, hatte sich irgendwann erledigt, weil beide andere Dinge interessanter gefunden hatten.

Jetzt stieg Seren in den Gleiter und ertappte sich bei der Erinnerung an Tarens Gesicht, als sie ihm sehr viel später gesagt hatte, dass sie trotzdem ohne ihn fahren würde. Es war kein Gedanke, den eine Jägerin für einen Außeneinsatz benötigte. Er gefiel ihr dennoch.

Merrin setzte sich neben sie und befestigte den Gurt. „Du lächelst.“

„Ich habe ein angenehmes Leben.“

„Das beantwortet nichts.“

„Dann war es vermutlich Absicht.“ Seren hob den Gleiter an, ließ ihn über das Feld drehen und beschleunigte in Richtung der südwestlichen Ausfahrt. Hinter ihnen wurden die Hallen Neravas kleiner, bis die Stadt zwischen den dunklen Rücken des Geländes verschwand. „Cal?“

Merrin zog eine Braue hoch. „Was ist mit ihm?“

„Nichts. Ich wollte nur sehen, ob du dieselbe Frage ebenso schlecht beantwortest.“

Für einige Sekunden sagte Merrin nichts. Dann erschien dieses schmale Lächeln, das bei ihr oft gefährlicher war als jedes laute Lachen. „Cal schläft.“

„Das bezweifle ich.“

„Ich auch.“

Damit war das Thema fürs Erste beendet, aber nicht aus Verlegenheit. Seren mochte diese Art von Nähe, die keine Erklärung verlangte. Sie beide liebten Männer, deren Neugier sie regelmäßig an Orte führte, an denen vernünftige Menschen nicht freiwillig landeten. Sie beide wussten außerdem, dass Liebe nicht bedeutete, jede Strecke gemeinsam zurücklegen zu müssen.

Die erste Messstation lag knapp vierzig Minuten entfernt. Tenebris öffnete sich vor ihnen in langen dunklen Ebenen, die von gefrorenen Rücken und flachen Schluchten unterbrochen wurden. Stellenweise lag das Tenebrium-Ceralit wie verbrannter Staub auf dem Eis; an anderen Stellen ragten helle Flächen daraus hervor, als hätte jemand die schwarze Kruste aufgebrochen. Seren flog niedrig genug, um Geländeformen erkennen zu können, aber hoch genug, dass die Repulsoren keinen losen Staub aufwirbelten.

Merrin beobachtete die Landschaft. „Als ich zum ersten Mal hierherkam, dachte ich, dieser Ort sei leer.“

„Das denken viele.“

„Du nicht?“

Seren überlegte, bevor sie antwortete. „Am Anfang vielleicht. Aber Leere ist oft nur ein Wort für Dinge, deren Spuren man noch nicht lesen kann.“ Sie deutete auf eine flache Senke rechts von ihnen. „Dort ist vor zwei Tagen etwas durchgezogen.“

Merrin folgte ihrem Blick. „Ich sehe schwarzen Staub.“

„Genau.“

„Das war ausgesprochen hilfreich.“

Seren lachte und drosselte den Gleiter. Erst aus geringerer Höhe wurde sichtbar, was sie gemeint hatte. Der Ceralitstaub lag in einem schmalen Streifen anders als auf den umgebenden Flächen; nicht aufgewühlt, sondern an mehreren Stellen zur Seite gedrückt. Dazwischen befanden sich kleine Brüche im Eis, kaum länger als eine Hand.

„Etwas Schweres“, sagte Merrin, nachdem sie eine Weile hingesehen hatte. „Aber es läuft nicht wie ein Tier, das ich kenne.“

„Ich auch nicht.“

„Das gefällt mir.“

„Natürlich.“

Sie landeten neben der Messstation. Das Gehäuse war unbeschädigt, die Sensoren funktionierten, und die gespeicherten Aufzeichnungen bestätigten, dass die Bewegungen jeweils aus derselben Richtung gekommen waren. Seren kniete im Staub und strich mit zwei Fingern an einer der flachen Vertiefungen entlang. Der Abdruck war zu undeutlich, um eine Form zu erkennen, doch die Tiefe verriet Gewicht. Weiter vorn fand sie einen zweiten, dann einen dritten. Zwischen ihnen verlief eine schmale Schleifspur.

Merrin ging einige Schritte voraus. „Maschine?“

„Vielleicht. Oder etwas, das etwas hinter sich herzieht.“ Seren stand auf. „Die Abstände ändern sich.“

„Verletzt?“

„Oder vorsichtig.“

Sie ließen den Gleiter zurück und folgten der Spur zu Fuß. Seren hatte ihre kurze Klinge am Gürtel, dazu den Jagdspeer, den sie für Wege außerhalb Neravas bevorzugte. Merrin trug ihre eigene Waffe und bewegte sich mit jener lautlosen Selbstverständlichkeit, die Seren schon bei früheren gemeinsamen Wegen beeindruckt hatte. Ihre Traditionen hatten einander nie gebraucht, um Ähnlichkeiten hervorzubringen. Beide hatten gelernt, dass Aufmerksamkeit wichtiger war als Geschwindigkeit und dass die Umgebung meist früher von einer Gefahr wusste als der Mensch, der hineinlief.

Nach einer knappen halben Stunde führte die Spur zwischen zwei Felsrücken hindurch. Seren blieb stehen, bevor sie den schmalen Durchgang erreichten.

Merrin bemerkte es sofort. „Was?“

„Nichts Bestimmtes.“ Seren ließ den Blick über den Boden, die Wände und den dunklen Einschnitt dahinter wandern. „Genau das stört mich.“

Der Wind kam von vorn. Er hätte Staub durch die Passage treiben müssen, doch unmittelbar hinter dem Eingang lag die Oberfläche ungewöhnlich glatt. Seren ging in die Hocke und betrachtete einen dünnen Rand aus Ceralit, der sich an der rechten Felswand gesammelt hatte. Jemand oder etwas hatte die Passage vor nicht allzu langer Zeit durchquert und dabei den losen Staub nach innen gezogen. Die Spur, der sie gefolgt waren, endete jedoch einige Meter vorher.

Merrin trat neben sie. „Es wollte nicht zeigen, dass es hier hineingegangen ist.“

„Oder jemand wollte nicht, dass wir es sehen.“

Sie wechselten einen Blick. Keine von beiden zog sofort eine Waffe. Stattdessen umrundeten sie den Eingang, prüften die obere Kante des Felsrückens und fanden auf der anderen Seite einen schmalen Zugang, von dem aus man die Passage überblicken konnte. Dort lag zwischen zwei Steinen ein Stück Metall, nicht größer als zwei Fingerbreit.

Merrin hob es nicht auf. „Das ist nicht alt.“

Seren sah die saubere Bruchkante. „Nein.“

Das Metall gehörte zu einer Transportklemme, wie sie an kleinen Lastengleitern verwendet wurde. Kein Geheimnis, keine uralte Anlage und kein verlorener Pfad. Seren empfand darüber beinahe Erleichterung. Seit den Funden unter dem Eis war es verführerisch geworden, jeder ungewöhnlichen Spur eine Bedeutung zu geben, die sie vielleicht nicht besaß.

Sie folgten dem Seiteneingang und fanden wenige Minuten später den Gleiter.

Er lag auf der Seite in einer flachen Mulde. Eine der Repulsoreinheiten war aus der Halterung gerissen, zwei Transportbehälter hatten sich geöffnet, und über dem Boden waren kleine Metallteile, Kabel und eine Decke verteilt. Neben dem Fahrzeug saß ein Mann mit dem Rücken an einem Felsen. Eine Frau kniete vor ihm und hielt eine improvisierte Schiene an seinem Unterschenkel fest. Als sie Seren und Merrin bemerkte, griff sie nach einem Blaster, der neben ihr lag.

Seren blieb stehen und hob die freie Hand. „Wenn du damit auf uns zielst, wird es für alle anstrengender. Wir kommen aus Nerava.“

Die Frau ließ den Blaster nicht los. „Beweist das.“

Merrin sah zu Seren. „Ich könnte ihr erzählen, dass du eine bemerkenswert schlechte Beifahrerin bist.“

Der verletzte Mann lachte trotz seines Schmerzes kurz auf. Die Frau sah irritiert zwischen ihnen hin und her, und Seren nutzte den Moment, um langsam den Kommunikator von ihrem Gürtel zu nehmen. Sie übermittelte ihre Nerava-Kennung und wartete, bis das kleine Gerät der Frau sie bestätigte.

Erst dann sank deren Hand vom Blaster. „Entschuldigung.“

„Nach dem Angriff auf die Neris würde ich eher fragen, warum du nicht früher danach gegriffen hast.“ Seren trat näher. „Was ist passiert?“

Die beiden gehörten zu einem kleinen Prospektionsteam, das eine neue Strecke zwischen zwei Messfeldern prüfen sollte. Ihr Gleiter hatte am Vortag einen Steuerimpuls verloren und war seitlich gegen die Felswand geraten. Der Mann, Sundar, hatte sich dabei das Bein gebrochen. Seine Begleiterin, Asha, hatte versucht, einen Notruf abzusetzen, doch der Felsrücken schirmte den Sender stärker ab als erwartet. Also hatte sie am Morgen begonnen, Teile des Gleiters auf eine höhere Position zu schleppen, um aus der Antenneneinheit einen Verstärker zu bauen.

Seren sah zurück zur Spur. „Du hast die Transportklemme verloren.“

Asha folgte ihrem Blick und schloss kurz die Augen. „Deshalb seid ihr hier.“

„Nein. Eure Bewegungen wurden von zwei Stationen registriert. Die Klemme hat uns nur gesagt, dass wir wahrscheinlich keinem Tier folgen.“

„Das wäre mir inzwischen fast lieber gewesen.“

Merrin kniete bereits bei Sundar und prüfte die Schiene. „Die sitzt gut.“

„Ich habe früher in einer Frachtstation gearbeitet.“ Asha deutete auf den Gleiter. „Dort lernt man entweder improvisieren oder sehr lange auf jemanden warten.“

Seren aktivierte ihren Kommunikator. Von hier aus bekam auch sie nur ein schwaches Signal. Sie hätte zum Felsrücken zurückgehen können, doch Merrin legte zwei Finger an den Boden und sah zur schmalen Passage.

„Warte.“

Seren kannte den Ton inzwischen. „Was spürst du?“

„Nicht sie.“ Merrin richtete sich langsam auf. „Etwas bewegt sich.“

Diesmal brauchte Seren keine Macht, um es wahrzunehmen. Ein feines Zittern lief durch den Boden, so schwach, dass es im Summen des beschädigten Gleiters beinahe unterging. Sundar hob den Kopf. Asha griff wieder nach ihrem Blaster.

Seren ging zur Öffnung der Mulde. Der Wind hatte gedreht. Mit ihm kam ein dumpfes, unregelmäßiges Scharren, gefolgt von einem tiefen Laut, den sie nicht kannte. Kein Motor. Kein Gleiter.

Die Spur war also doch nicht nur die Spur des beschädigten Fahrzeugs gewesen.

„Wie lange seid ihr hier?“ fragte Seren, ohne sich umzudrehen.

„Seit gestern Nachmittag.“

„Habt ihr etwas gesehen?“

„In der Nacht etwas gehört. Ich dachte, es wären Eisbewegungen.“

Seren nahm den Speer vom Rücken. Sie zwang sich nicht, die Macht nach einer Antwort zu fragen. Stattdessen ließ sie die Wahrnehmung weiter werden, so wie sie es gelernt hatte: Wind, Entfernung, Geruch, Boden, die Anspannung der Menschen hinter ihr. Zwischen all dem lag etwas Fremdes, aber nicht feindselig. Hungrig vielleicht. Verängstigt. Vor allem näher, als ihr gefiel.

Merrin trat neben sie. „Es sind mehrere.“

„Drei.“

„Vier.“

Seren lauschte noch einmal und lächelte trotz der Situation. „Gut. Vier.“

„Du kannst später behaupten, du hättest es ebenfalls gewusst.“

„Ich werde behaupten, dass ich dich geprüft habe.“

Hinter der Felskante erschien zuerst nur eine Bewegung. Dann schob sich ein breiter Kopf in die Passage, niedrig über dem Boden, gefolgt von einem gedrungenen Körper auf sechs kurzen Beinen. Das Tier war fast so lang wie der Gleiter breit, seine Haut grau und von hellen Hornplatten durchzogen. Zwei kleinere Tiere folgten ihm, dann ein viertes, das deutlich hinterherhinkte.

Seren senkte den Speer ein Stück. Jetzt verstand sie auch die wechselnden Abstände der Spur. Das letzte Tier zog ein Hinterbein nach.

Asha flüsterte hinter ihr: „Was sind das?“

„Ich weiß es nicht.“

„Das ist nicht beruhigend.“

„Es sollte ehrlich sein.“

Das vorderste Tier hob den Kopf. Seren erkannte, dass es nicht auf sie sah, sondern auf die geöffneten Transportbehälter neben dem Gleiter. Einer davon enthielt konzentrierte Nährstoffriegel für mehrere Tage. Ein zweiter war bei dem Unfall aufgerissen; der süßliche Geruch musste sich längst durch die ganze Mulde gezogen haben.

„Sie wollen das Essen“, sagte Merrin.

„Und wir stehen dazwischen.“

Seren dachte an die Kunst der lautlosen Klinge, an all die Jahre, in denen man ihr beigebracht hatte, einen Gegner zu lesen, bevor er wusste, dass sie ihn beobachtete. Viele hatten später nur den letzten Teil dieser Ausbildung verstanden: die Präzision, den Angriff, die Fähigkeit, schnell zu töten. Aber die erste Lektion war immer eine andere gewesen. Wer nur wusste, wie man eine Klinge führte, war noch keine Jägerin. Eine Jägerin musste erkennen, wann sie nicht gebraucht wurde.

Sie reichte Merrin den Speer.

„Das ist unerwartet“, sagte Merrin.

„Halte ihn.“

Seren ging langsam rückwärts zu den Behältern. Das größte Tier folgte jeder ihrer Bewegungen. Sie nahm den beschädigten Vorratsbehälter, hob ihn vorsichtig an und warf ihn so weit sie konnte auf die andere Seite der Mulde. Er schlug zwischen zwei Felsen auf, platzte vollständig auf und verteilte seinen Inhalt über den Boden.

Die Tiere reagierten sofort. Das vorderste drehte sich, die beiden kleineren folgten, nur das verletzte blieb einen Moment zurück. Es belastete das linke Hinterbein kaum.

Merrin sah Seren an. „Du denkst darüber nach.“

„Ja.“

„Natürlich.“

Gemeinsam näherten sie sich dem verletzten Tier nicht. Sie ließen ihm Raum und beobachteten, wie es versuchte, den anderen zu folgen. Erst als es nach wenigen Schritten einknickte, ging Seren seitlich weiter, während Merrin einen Bogen auf der anderen Seite beschrieb. Das Tier fauchte und schlug mit dem Schwanz, doch es konnte nicht fliehen.

„Wenn es mich beißt“, sagte Merrin ruhig, „erkläre ich Cal, dass es deine Idee war.“

„Wenn es dich beißt, wird Cal mich vermutlich fragen, warum ich es nicht verhindert habe.“

„Dann sind wir uns einig, dass er anstrengend sein wird.“

Sie brauchten fast zwanzig Minuten. Asha stellte ihnen ein Beruhigungsmittel aus dem Notfallset zur Verfügung, Seren berechnete die Dosis so vorsichtig, dass Merrin zweimal nachfragte, und schließlich gelang es ihnen, das Tier ruhig genug zu halten, um das Hinterbein zu untersuchen. Kein Bruch. Ein dünnes Stück Metall hatte sich tief zwischen zwei Hornplatten geschoben. Es stammte vom beschädigten Gleiter.

Seren zog es mit einer Zange heraus. Das Tier zuckte, blieb aber liegen. Merrin hielt seine Vorderseite mit einer Mischung aus körperlicher Kraft und jener schwer zu beschreibenden Präsenz ruhig, die Seren bei ihr nie mit der Macht verwechselte. Als sie fertig waren, entfernten sie sich und warteten.

Nach einigen Minuten stand das Tier auf. Es belastete das Bein vorsichtig, dann sicherer. Schließlich humpelte es zu den anderen, die den verstreuten Vorrat inzwischen fast vollständig gefunden hatten.

Asha sah ihnen nach. „Wir haben unser Abendessen an etwas verfüttert, von dem wir nicht einmal wissen, wie es heißt.“

Sundar lehnte den Kopf an den Felsen. „Dafür haben wir noch die Notrationen.“

„Das waren die Notrationen.“

„Dann hoffe ich, dass Nerava schnell ist.“

Seren nahm ihren Kommunikator. „Das lässt sich einrichten.“

Diesmal stieg sie selbst auf den Felsrücken. Das Signal reichte aus, und weniger als eine halbe Stunde später bestätigte Daron, dass ein medizinischer Gleiter unterwegs war. Seine Stimme klang zunächst nur erleichtert, bis Seren erklärte, weshalb die beiden Messstationen unterschiedliche Bewegungsmuster registriert hatten.

„Du hast also zwei Vermisste gefunden, einen beschädigten Gleiter und eine Tierart, die bisher niemand dokumentiert hat.“

„Vier Tiere.“

„Natürlich.“ Daron schwieg kurz. „Kannst du ausnahmsweise einfach eine Sensorstation überprüfen?“

„Offenbar nicht.“

„Taren färbt ab.“

Seren sah zu Merrin hinunter, die mit Asha über den provisorischen Verband sprach. „Das werde ich ihm auf keinen Fall erzählen.“

„Zu spät. Er steht neben mir.“

Im Hintergrund hörte sie Tarens Stimme. „Ich habe nichts gesagt.“

„Du hast gelächelt“, erwiderte Daron.

Seren konnte sich vorstellen, wie dieses Lächeln aussah, und stellte fest, dass sie es gern selbst gesehen hätte. „Wir sind in ungefähr einer Stunde zurück, sobald der medizinische Gleiter hier ist.“

„Gut. Und Seren?“

„Ja?“

Darons Ton änderte sich. „Die Mantis hat eine Nachricht bekommen. Von der Serrat.“

Für einen Moment verlor die Landschaft um Seren etwas von ihrer Weite. „Von dem Schiff, das die Handelsbewegungen verfolgt hat?“

„Von dessen Besatzung. Sie nennen sich Korda Venn, Sira Noll und Rusk Talven. Und sie haben uns Daten über das Schiff geschickt, das vermutlich hinter der Neris her war.“

Seren richtete sich auf. „Woher wissen sie davon?“

„Das erklären sie ausführlich. Einschließlich des Teils, in dem sie zugeben, dass sie selbst versucht haben herauszufinden, wohin die Mantis fliegt.“

Das war zumindest ungewöhnlich. Seren kannte genügend Menschen, die eine unangenehme Wahrheit nur dann freiwillig erzählten, wenn sie glaubten, dass die angenehmere Lüge bereits widerlegt war.

„Und was wollen sie?“

„Nach eigener Aussage nichts. Sie behaupten, sie kennen weder unseren Standort noch den Zugang und werden nicht versuchen, einem Schiff zu folgen. Wenn wir keinen Kontakt wollen, akzeptieren sie das.“

„Das glaubst du?“

„Ich glaube, dass sie uns ihre vollständigen Flug- und Sensordaten geschickt haben. Cal und BD-1 prüfen sie gerade. Taren hat bisher dreimal darauf hingewiesen, dass jemand, der uns finden wollte, damit ziemlich viel von seiner eigenen Arbeit verschenkt.“

„Das klingt nach ihm.“

„Es klingt auch nicht völlig falsch.“

Seren blickte hinaus über Tenebris. Vor wenigen Minuten hatte sie noch ein unbekanntes Tier beobachtet und entschieden, dass Unbekanntes nicht automatisch eine Bedrohung war. Sie war erfahren genug, um die Ironie zu bemerken, und vernünftig genug, ihr nicht zu vertrauen.

„Antwortet noch nicht“, sagte sie. „Nicht bevor wir zurück sind.“

„Das war auch mein Gedanke.“

„Und Daron: Niemand versucht herauszufinden, wo die Serrat gerade ist. Wenn ihre Nachricht ehrlich ist, wäre das ein schlechter Anfang. Wenn sie nicht ehrlich ist, zeigen wir ihnen nicht, welche Möglichkeiten wir haben.“

„Verstanden.“

Als Seren wieder hinunterstieg, wartete Merrin bereits mit einem fragenden Blick.

„Die Serrat hat sich gemeldet“, erklärte Seren. „Drei Namen. Korda Venn, Sira Noll und Rusk Talven. Sie haben Informationen über das unbekannte Schiff und behaupten, sie wollen uns warnen.“

Merrin nahm das auf, ohne sofort zu antworten. „Und du glaubst ihnen nicht.“

„Ich kenne sie nicht.“

„Das ist nicht dasselbe.“

Seren sah sie an. „Nein. Ist es nicht.“

Der medizinische Gleiter erschien wenig später über dem Felsrücken. Sie halfen, Sundar zu lagern, übergaben Asha die Daten der Messstation und markierten die Mulde für ein biologisches Team, das später aus sicherer Entfernung nach den Tieren suchen konnte. Nichts daran hatte mit uralten Geheimnissen oder unbekannten Schiffen zu tun. Ein Mann hatte sich das Bein gebrochen, eine Frau hatte Hilfe gebraucht, vier Tiere hatten Nahrung gesucht, und für einige Stunden war genau das wichtig gewesen.

Auf dem Rückflug sprach Merrin lange nicht über die Serrat. Sie saß mit einem Bein leicht angewinkelt neben Seren und beobachtete das Gelände, während Nerava langsam wieder zwischen den dunklen Rücken auftauchte. Erst als die ersten Positionslichter sichtbar wurden, sagte sie: „Du hast vorhin die Waffe weggegeben.“

„Den Speer.“

„Du weißt, was ich meine.“

Seren nickte.

„Auf Dathomir hätte ich früher geglaubt, Stärke bedeute, bereit zu sein, etwas zu vernichten, bevor es dich vernichtet.“ Merrins Stimme war ruhig. „Später habe ich gelernt, dass Angst sehr überzeugend klingt, wenn sie behauptet, Vorsicht zu sein.“

Seren ließ den Satz eine Weile zwischen ihnen stehen. „Die Vaal haben mir beigebracht, Grenzen zu schützen. Lange Zeit habe ich geglaubt, das Schwierige daran sei zu erkennen, wer sie überschreitet.“

„Und jetzt?“

„Jetzt glaube ich, das Schwierige ist zu entscheiden, wann eine Grenze noch schützt und wann sie nur verhindert, dass man sieht, wer davorsteht.“

Merrin sah wieder nach vorn. „Dann solltest du vielleicht mit diesen drei Menschen sprechen.“

„Vielleicht.“ Seren senkte den Gleiter auf die Einfluglinie. „Aber ich werde ihnen trotzdem nicht sagen, wo wir wohnen.“

„Das hätte mich enttäuscht.“

Nerava empfing sie mit dem gewöhnlichen Durcheinander eines frühen Abends. Zwei Kinder liefen am Rand des Fahrzeugfeldes hinter einem kleinen Wartungsdroiden her, bis eine Frau sie zurückrief. Aus einer offenen Werkstatttür drang Musik, irgendwo roch es nach heißem Metall und gebratenem Gemüse, und ein Transporter blockierte einen halben Zugang, weil sein Fahrer offenbar der Meinung war, fünf Minuten seien keine richtige Behinderung.

Taren wartete am Rand des Feldes.

Seren bemerkte ihn früh genug, um sich darüber zu ärgern, wie sehr sie sich freute. Der Ärger hielt nicht lange. Als sie den Gleiter abstellte und ausstieg, kam er ihr entgegen, sah erst sie und dann Merrin an und fragte: „Sensorstationen?“

„Funktionieren.“

„Natürlich.“

„Wir haben außerdem zwei Vermisste gefunden.“

„Natürlich.“

„Und vier Tiere.“

Taren schloss kurz die Augen. „Daron hat nur drei erwähnt.“

Merrin stieg auf der anderen Seite aus. „Ich habe vier gezählt.“

„Dann glaube ich dir.“

Seren stieß Taren mit der Schulter an, als sie an ihm vorbeiging. „Eine kluge Entscheidung.“

Er fing ihre Hand, bevor sie ganz vorbei war. Die Berührung war beiläufig genug, dass niemand auf dem Feld ihr Bedeutung gegeben hätte, und vertraut genug, dass Seren sofort wieder an den vergangenen Abend dachte. Taren bemerkte offenbar, wohin ihr Blick für einen Moment wanderte, denn sein Mund verzog sich zu diesem kleinen Lächeln, das sie bereits über den Kommunikator hatte sehen wollen.

„Später“, sagte sie leise.

„Ich habe nichts gefragt.“

„Noch nicht.“

Merrin ging an ihnen vorbei. „Ich werde Cal mitteilen, dass wir für die nächsten Minuten nicht benötigt werden.“

Seren sah ihr nach. „Für die nächsten Minuten?“

„Ich wollte realistisch bleiben.“

Taren lachte, und Seren musste ebenfalls lachen, obwohl ein Teil von ihr durchaus bereit gewesen wäre, Merrin wegen dieser Einschätzung das Gegenteil zu beweisen. Stattdessen zog sie Taren kurz zu sich, küsste ihn und löste sich wieder, bevor aus der Begrüßung etwas wurde, das besser hinter eine geschlossene Tür gehörte.

„Serrat“, sagte sie.

Sein Ausdruck wurde ernster. „Ja.“

Sie gingen gemeinsam in Richtung der Wohn- und Arbeitsbereiche. Taren erzählte ihr, was Cal und BD-1 bisher aus den übermittelten Daten gelesen hatten. Die Aufzeichnungen wirkten echt. Zeitstempel, Sprungprotokolle und Sensormuster passten zueinander, und die Serrat hatte tatsächlich Material mitgeschickt, das ihre eigene Suche nach der Mantis belegte. Wenn es eine Täuschung war, war sie aufwendig und unnötig selbstbelastend.

Vor einer der Gemeinschaftsräume standen Garith und Nalea mit Kitena. Tylan saß auf einer niedrigen Kiste und erklärte BD-1 mit großer Ernsthaftigkeit, dass ein Tier mit sechs Beinen vermutlich schneller laufen könne als eines mit vier, während BD-1 mit mehreren skeptischen Lauten widersprach. Offenbar hatte Daron bereits einen Teil von Serens Bericht weitergegeben.

Garith sah sie kommen. „Vier?“

Seren zeigte auf Merrin. „Sie besteht darauf.“

„Weil es vier waren“, sagte Merrin.

Kitena grinste. „Papa hätte drei gesagt, wenn er nur zwei gesehen hätte.“

„Ich sehe, meine Familie hat beschlossen, heute geschlossen gegen mich zu arbeiten.“

Nalea legte ihm eine Hand an den Rücken. „Nur heute?“

Garith sah sie an, und für einen Augenblick lag in seinem Gesicht genau jene Mischung aus Zuneigung und resignierter Erfahrung, die Seren an langjährigen Paaren mochte. „Ich hatte gehofft, wenigstens du würdest mich verteidigen.“

„Ich verteidige dich gegen echte Gefahren.“

Tylan hob die Hand. „Ich bin keine echte Gefahr.“

„Darüber reden wir später“, sagte Kitena.

Es war nichts Besonderes, und gerade deshalb blieb Seren einen Moment stehen. Vor wenigen Tagen hatte die Neris beschädigt in den Korridor zurückgefunden. Irgendwo draußen suchte ein Schiff nach ihnen. Drei weitere Fremde hatten gerade eine Nachricht geschickt, die alles Mögliche bedeuten konnte. Und hier diskutierte eine Familie über Tiere, während BD-1 offenbar versuchte, Tylan mit statistischen Argumenten von einer biologischen Theorie abzubringen.

Nerava wartete nicht darauf, dass die Gefahr vorbei war, um weiterzuleben.

Später saßen Taren, Seren, Cal, Merrin und Daron in einem kleinen Arbeitsraum. Greez hatte sich selbst eingeladen, nachdem er erfahren hatte, dass die Nachricht über die Mantis gekommen war, und behauptete, jemand müsse schließlich darauf achten, dass aus fünf vernünftigen Menschen nicht durch gemeinsames Nachdenken eine schlechte Entscheidung wurde. Niemand hatte gefragt, welche fünf er meinte.

Korda Venns Nachricht lief ein zweites Mal über den Tischprojektor. Sie war nüchtern, beinahe unangenehm offen. Keine Forderung, kein Angebot, kein Versuch, sich als Retter darzustellen. Nur drei Namen, ein Schiff, eine Erklärung und Daten.

„Sie hätten den Teil über die Bergungsgilde weglassen können“, sagte Cal.

„Und den Teil, in dem sie unsere Einkäufe verfolgt haben“, ergänzte Daron.

Greez verschränkte die Arme. „Ich mag sie jetzt schon nicht.“

„Du kennst sie nicht“, sagte Merrin.

„Das erleichtert die Sache.“

Taren lehnte sich zurück. „Wenn sie uns hätten verkaufen wollen, hätten sie vermutlich weniger Material geschickt.“

„Oder mehr“, sagte Seren. „Je nachdem, was sie erreichen wollen.“

Er sah zu ihr, widersprach aber nicht. Das war einer der Gründe, weshalb sie solche Gespräche mit ihm führen konnte. Er musste ihre Vorsicht nicht besiegen, damit seine Offenheit bestehen blieb.

Daron öffnete die Flugaufzeichnungen. „Ich will ihnen keinen Zugang geben. Nicht einmal zu einem äußeren Treffpunkt, solange wir nicht wissen, ob dieses andere Schiff sie noch beobachtet.“

„Dann geben wir ihnen keinen“, sagte Seren. „Aber wir können antworten.“

Greez sah sie überrascht an. „Das ging schnell.“

„Nein. Schnell wäre gewesen, ihnen unsere Koordinaten zu schicken.“

Merrin lächelte leicht.

Seren legte die Hände auf den Tisch. „Sie haben uns etwas gegeben, das für sie selbst riskant ist. Wir müssen ihnen dafür nicht vertrauen. Aber wenn wir gar nicht reagieren, lernen wir nichts über sie, außer dass sie irgendwann aufhören werden zu reden.“

Taren nickte. „Ein Kanal, den wir kontrollieren. Keine Ortsdaten. Keine Route. Keine Zusage.“

„Und eine Frage“, sagte Daron. „Ob das Schiff sie nach dem Abbruch noch einmal gefunden hat.“

Cal sah zu BD-1, der neben seinem Stuhl stand. „Wir können einen Rückkanal über denselben Händler legen. Zeitversetzt, mehrere Relais. Selbst wenn sie versuchen, den Ursprung zu verfolgen, endet die Spur lange vor Tenebris.“

BD-1 bestätigte das mit einem entschlossenen Triller.

Greez seufzte. „Also gut. Aber wenn wir irgendwann diese Leute treffen und ihr Caf schlimmer ist als meiner, breche ich den Kontakt persönlich ab.“

Taren sah ihn an. „Das wäre eine sehr hohe diplomatische Hürde.“

„Qualitätsstandards sind keine Diplomatie.“

Seren ließ die anderen noch einen Moment reden. Dann sah sie auf die drei Namen im Projektor. Korda Venn. Sira Noll. Rusk Talven. Noch waren sie nicht mehr als Stimmen, Daten und eine Entscheidung, die sie irgendwo weit außerhalb Tenebris getroffen hatten.

Am Morgen hatte Seren einem unbekannten Tier gegenübergestanden und erkannt, dass die Klinge an ihrem Gürtel nicht die wichtigste Fähigkeit war, die ihre Ausbildung ihr gegeben hatte.

Vielleicht galt dasselbe für Grenzen.

Daron formulierte die Antwort schließlich in wenigen Sätzen. Man hatte ihre Warnung erhalten. Die Daten würden geprüft. Für den Augenblick sollte die Serrat ihre derzeitige Position nicht verändern, um nach der Mantis oder ihrem Ziel zu suchen. Wenn sie zu weiterem Kontakt bereit war, würde man sich über denselben Weg wieder melden.

Er las den Text vor. „Mehr nicht?“

Seren sah zu Taren. Er wirkte, als hätte er mindestens drei Ergänzungen im Kopf, entschied sich aber gegen jede davon.

„Mehr nicht“, sagte er.

Die Nachricht ging hinaus.

Irgendwo in der Galaxis würden drei Menschen nun erfahren, dass auf der anderen Seite ihrer geöffneten Tür tatsächlich jemand stand.

Und auf Tenebris ging das Abendessen weiter.

Inoffizielle, nicht-kommerzielle Star-Wars-Fan-Fiction. Keine Verbindung zu oder Autorisierung durch Lucasfilm Ltd. oder The Walt Disney Company.